Geschichte der FFW

CHRONIK


 

Die Freiwillige Feuerwehr Harrling wurde am
1. Oktober 1875 gegründet. An diesem Tag fanden
sich 35 Männer im Haus des Bürgermeisters Wanninger
in Dietersdorf ein, um eine Feuerwehr zu gründen.
Aus den namentlich nicht genannten Gründungsmitgliedern
wurde folgende Vorstandschaft gewählt.

  • 1. Vorstand: Bürgermeister Wanninger, Landwirt in Dietersdorf
  • 1. Hauptmann: Wolfgang Kouba, Schneider in Harrling
  • 2. Hauptmann: Josef Meier, Schmied in Harrling
  • Schriftführer: Georg Fleischmann, Bauer in Harrling
  • Kassier: Martin Gmeinwieser, Bauer in Gmös
  • Requisitenmeister: Josef Raab, Schlosser in Harrling
  • Ersatzmann: Johann Aschenbrenner, Söldner von Gmös 
Am 8. September 1876 schrieb die Gemeinde an das Königliche
Bezirksamt Kötzting, dass „die Zahl der aktiven Mitglieder aus
40 Mann besteht und die Ortschaften Harrling und Dietersdorf
mit je 2 Feuerleitern und 3 Feuerhaken versehen sind",
unterschrieben wird
,,gehorsamste Gemeindeverwaltung Harrling"
Wanninger Bürgermeister, Max Ebert, Michael Schütz.

In einem Schreiben vom 12. September 1876 an das
,,Feuerwehr Commando" Landshut berichtete die
Gemeindeverwaltung Harrling, ,,dass bereits vier Jahre
vorher in Harrling und Dietersdorf zwei Feuerweiher
gebaut wurden und die Gründung der Wehr immer
nicht zustande kam". Weiters steht: „Behelfs Anschaffung
einer Feuerspritze und der nötigen Löschrequisiten stellt die
Gesamtgemeinde die ehrfurchtsvolle Bitte, eine Unterstützung
des Kreisfonds der neugegründeten Feuerwehr gnädigst
zuwenden wollen".

Am 11. Mai 1884 fand eine Neuwahl der
Freiwilligen Feuerwehr Harrling statt mit folgendem Ausgang:
 

  • Vorstand: Michael Berleb Schullehrer
  • Hauptmann: Josef Meier
  • 1. Zugführer: Josef Lang
  • 2. Zugführer: Johann Seidnader
  • 3. Zugführer: Johann Aschenbrenner
  • Kassier: Georg Fleischmann
  • Requisitenmeister: Josef Raab
  • Adjutant: Ist dem Hauptmann überlassen zu wählen
  • Signalist: Georg Kouba

Im Jahr 1886 wurden die 29 Freiwilligen Feuerwehren des
Amtsbezirks Kötzting in 5 Unterbezirke aufgeteilt. Harrling
wurde in den 5. Bezirk, zusammen mit den Feuerwehren Miltach,
Chamerau, Zandt, Grub, Altrandsberg und Wolfersdorf eingegliedert.

Eine Inspektion der Feuerwehren Harrling und Zandt
am 25. Mai 1902 in Harrling wird in einem Aufruf von
Bezirksfeuerwehrvertreter Franz Liebl jun. aus Kötzting
vom 2. Mai 1902 angekündigt.

Als einziges Bilddokument von den ersten Führungskräften
der Harrlinger Wehr existiert ein Foto der ehemaligen
Schmiede von Harrling von ca. 1912. Sie wurde 1922
neu erbaut und ist das Geburtshaus unseres Schirmherrn
Otto Heigl. Auf dem Foto sieht man seinen Großvater
Xaver Maier (2.v.links)  und Urgroßvater Josef Meier
(rechts), die beide Kommandanten
der Harrlinger Feuerwehr waren (Bild 1).





 

Nach Einführung der Leistungsstufen im Mai 1959 wurde
in Harrling am 30.07.1961 die erste Leistungsprüfung
der Stufe I mit Erfolg durchgeführt. Mitglieder der Gruppe
waren Löschmeister Heinrich Nagl ( damaliger 1. Kommandant ),
Maschinist Friedolin Santl, Johann Attenberger, Josef Gigler,
Rudolf Fleischmann, Alois Aumer, Alfred Bergbauer,
Ludwig Breu und Rudolf Attenberger.

Nach der Gemeindegebietsreform im Jahr 1972 schlossen
sich Mitglieder der FFW Grub aus Weihermühle,
Liebenau, Nasting und ein Teil aus Kothrettenbach
der FFW Harrling an.

Eine reine Damen- Löschgruppe legte am 14.07.1974
die Leistungsprüfung in Bronze ab. Die Gruppe bestand
aus der Gruppenführerin Anneliese Lummer,
Maschinist Emma Stelzer, Wilhelmine Gründl, Brigitte Gründl,
Inge Wanninger, Brigitte Ederer, Anna Heigl, Anneliese
Raab und Inge Vogl. Seit diesen Anfängen legen die
Damen in gemischten Gruppen mit den Männern ihre Prüfungen ab (Bild 2).








Am 19.05.1986 wurde die erste Leistungsprüfung der Stufe III / 5 Gold –Rot mit Erfolg abgelegt. Von der ersten Leistungsprüfung 1961 in Harrling waren noch Maschinist Johann Attenberger und Ludwig Breu dabei. Weitere Mitglieder der Gruppe waren Gruppenführer Ludwig Laumer, Rudolf Lorenz sen., Konrad Kargl, Siegfried Bach, Josef Klement, Eduard Raab sen., Max Huber sen. (Bild 3).







Die 99. und 100. Leistungsprüfung der FFW Harrling wurde am 01.10.2011 durchgeführt. Die Jubiläumsgruppe bestand aus Gruppenführerin Martina Bauer, verh. Meier, Maschinist Michael Kräh, Thomas Haimerl, Tobias Haimerl, Stefan Kastl, Thomas Raab, Daniel Schollerer, Bernhard Attenberger und Günther Wittmann (Bild 4).

 Im Jahr 1886 wurden die 29 Freiwilligen Feuerwehren des Amtsbezirks Kötzting in 5 Unterbezirke aufgeteilt. Harrling wurde in den 5. Bezirk, zusammen mit den Feuerwehren Miltach, Chamerau, Zandt, Grub, Altrandsberg und Wolfersdorf eingegliedert.

Eine Inspektion der Feuerwehren Harrling und Zandt am 25. Mai 1902 in Harrling wird in einem Aufruf von Bezirksfeuerwehrvertreter Franz Liebl jun. aus Kötzting vom 2. Mai 1902 angekündigt.

Als einziges Bilddokument von den ersten Führungskräften der Harrlinger Wehr existiert ein Foto der ehemaligen Schmiede von Harrling von ca. 1912. Sie wurde 1922 neu erbaut und ist das Geburtshaus unseres Schirmherrn Otto Heigl. Auf dem Foto sieht man seinen Großvater Xaver Maier (2.v.links)  und Urgroßvater Josef Meier (rechts), die beide Kommandanten der Harrlinger Feuerwehr waren (Bild 1).






 

Nach Einführung der Leistungsstufen im Mai 1959 wurde in Harrling am 30.07.1961 die erste Leistungsprüfung der Stufe I mit Erfolg durchgeführt. Mitglieder der Gruppe waren Löschmeister Heinrich Nagl ( damaliger 1. Kommandant ), Maschinist Friedolin Santl, Johann Attenberger, Josef Gigler, Rudolf Fleischmann, Alois Aumer, Alfred Bergbauer, Ludwig Breu und Rudolf Attenberger.

Nach der Gemeindegebietsreform im Jahr 1972 schlossen sich Mitglieder der FFW Grub aus Weihermühle, Liebenau, Nasting und ein Teil aus Kothrettenbach der FFW Harrling an.

Eine reine Damen- Löschgruppe legte am 14.07.1974 die Leistungsprüfung in Bronze ab. Die Gruppe bestand aus der Gruppenführerin Anneliese Lummer, Maschinist Emma Stelzer, Wilhelmine Gründl, Brigitte Gründl, Inge Wanninger, Brigitte Ederer, Anna Heigl, Anneliese Raab und Inge Vogl. Seit diesen Anfängen legen die Damen in gemischten Gruppen mit den Männern ihre Prüfungen ab (Bild 2).







Am 19.05.1986 wurde die erste Leistungsprüfung der Stufe III / 5 Gold –Rot mit Erfolg abgelegt. Von der ersten Leistungsprüfung 1961 in Harrling waren noch Maschinist Johann Attenberger und Ludwig Breu dabei. Weitere Mitglieder der Gruppe waren Gruppenführer Ludwig Laumer, Rudolf Lorenz sen., Konrad Kargl, Siegfried Bach, Josef Klement, Eduard Raab sen., Max Huber sen. (Bild 3).






Die 99. und 100. Leistungsprüfung der FFW Harrling wurde am 01.10.2011 durchgeführt. Die Jubiläumsgruppe bestand aus Gruppenführerin Martina Bauer, verh. Meier, Maschinist Michael Kräh, Thomas Haimerl, Tobias Haimerl, Stefan Kastl, Thomas Raab, Daniel Schollerer, Bernhard Attenberger und Günther Wittmann (Bild 4).






 KOMMANDANTEN

  • 1875-1884: Wolfgang Kouba, Schneider in Harrling
  • 1884-XY: Josef Meier, Schmied aus Harrling
  • XY-XY: Georg Attenberger, Landwirt aus Harrling
  • XY-XY: Xaver Meier, Schmied aus Harrling
  • XY-XY: Xaver Fleischmann, Gastwirt aus Harrling
  • XY-XY: Josef Haberl, Landwirt aus Stegbach
  • XY-XV: Max Greß, Landwirt aus Harrling
  • XY-XY: Georg Fleischmann, Gastwirt aus Harrling
  • XY-1956: Heinrich Raab, Landwirt aus Harrling
  • 1956-1962: Heinrich Nagl, Landwirt aus Harrling
  • 1962-1963: Alfred Bergbauer, Arbeiter aus Stegbach
  • 1963-1967: Johann Attenberger, Schmiedemeister aus Harrling
  • 1967-1978: Anton Hastreiter, Landwirt aus Harrling
  • 1978-1990: Ludwig Laumer, Landwirt aus Liebenau
  • 1990-2000: Reinhard Hastreiter, Landwirt aus Harrling
  • 2000-2006: Markus Kastl, Lkw-Mechaniker aus Nasting
  • seit 2006: Josef Fleischmann, Elektromechaniker aus Harrling

 

VORSITZENDE

  • 1875-XY: Bürgermeister Wanninger, Landwirt von Dietersdorf
  • 1884-XY: Michael Berleb, Schullehrer aus Harrling
  • 1928-XY: Xaver Fleischmann, Gastwirt in Harrling
  • 1956-1962: Georg Fleischmann, Gastwirt aus Harrling
  • 1962-1967: Eduard Schollerer, Bäckermeister aus Harrling
  • 1967-1968: Heinrich Nagl, Landwirt aus Harrling
  • 1968-1978: Josef Lex, Landwirt aus Harrling
  • 1978-1978: Reinhard Maierhofer, Arbeiter aus Harrling
  • 1978-1983: Max Attenberger, Landwirt aus Harrling
  • 1983-1990: Anton Hastreiter, Landwirt aus Harding
  • 1990-1991: Josef Gigler, Arbeiter aus Harrling
  • 1991-2006: Ferdinand Meier, Landmaschinenmechaniker, Harrling
  • seit 2006: Martin Laumer, Landwirt aus Liebenau

FESTE & JUBILÄEN

  • Die erste, noch vorhandene, Fahne wurde im Jahre 1889 angeschafft. Aufzeichnungen über die Weihe oder ein Fest sind mehr vorhanden (Bild 5).
  • Am 2. Juli 1955 feierte die Freiwillige Feuerwehr Harrling mit 33 Vereinen ein zweitägiges Fest, zu ihrem 80-jâhrigem Bestehen, mit Weihe der neuen Fahne. Die Weihe wurde von Ortspfarrer H. H. Expositus Fink zelebriert. Fahnenmutter war Lina Schollerer Bäckermeistersgattin aus Harrling. Als Patenverein stand die FFW Zandt zur Seite (Bild 6).
  • Im Juni 1956 war die Harrlinger Wehr Patenverein beim 80-jährigen Gründungsfest mit Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Wolfersdorf.
  • Vom 12. – 15. Juli 1974 übernahm die FFW Harrling das Amt des Patenvereins beim 100- jährigen Gründungsfest der FFW Zandt.
  • Am 04. – 07. Juli 1975, feierte die Freiwillige Feuerwehr Harrling mit 82 Vereinen das 100-jâhrige Gründungsfest. Die Schirmherrschaft übernahm Johann Baumgartner aus Harrling und Ehrenschirmherr war Landrat Ernst Girmindl. Die Festmutter war Maria Laumer aus Liebenau. Der Patenverein war wiederum die FFW Zandt (Bild 7).
  • Am 20. und 21. Juni 1987 wurde das neue Gerätehaus mit einem 2-tägigen Fest der Bestimmung übergeben. Während eines Festgottesdiensts vor dem neuen Gerätehaus der FFW Harrling erhielt das Gebäude durch Pfarrer Sebastian Berndl den kirchlichen Segen (Bild 8 ).
  • Die feierlichen Segnung des neuen Feuerwehrautos im Rahmen eines 2-tägigen Festes am 20. und 21. Juni 1992 wurde durch Pfarrer Sebastian Berndl vorgenommen. Die Schirmherrschaft übernahm unser Ehrenkommandant Ludwig Laumer (Bild 9).
  • Als Ehrenpatenverein begleitete man die Freiwillige Feuerwehr Zandt vom 9. – 12. Juli 1999 bei ihrem 125-jährigen Gründungsfest.
  • Das 125-jâhrige Gründungsfest mit Fahnenweihe unserer Wehr war vom 30. Juni bis 3. Juli 2000. Die Schirmherrschaft übernahm Otto Heigl jun., die Ehrenschirmherrschaft Ehrenkommandant Ludwig Laumer. Das Amt der Fahnenmutter bekleidete Renate Schneller aus Weihermühle und Ehrenfestmutter war Maria Laumer aus Liebenau. Patenverein war diesmal die FFW Wolfersdorf und die FFW Zandt war Ehrenpatenverein (Bild 10).

AUSSTATTUNG

Eigene Aufzeichnungen der Anfänge sind nicht mehr erhalten. Aber aus den Unterlagen des „Königlichen Bezirksamt Kötzting“ für Zuwendungen an die Freiwilligen Feuerwehren des Bezirks ist folgendes Schreiben vom 8. September 1876 erhalten. Darin schrieb die Gemeinde Harrling, dass „die Zahl der aktiven Mitglieder aus 40 Mann besteht und die Ortschaften Harrling und Dietersdorf mit je 2 Feuerleitern und 3 Feuerhaken versehen sind". Unterschrieben ist das Schreiben mit ,,gehorsamste Gemeindeverwaltung Harrling" Wanninger Bürgermeister, Max Ebert, Michael Schütz. In weiteren Unterlagen des Bezirks sind Zuwendungen an die FFW Harrling von 1880 und 1881 von jeweils 40 Mark vermerkt. Außerdem wurden im Jahr 1881 nochmals für die „Reparatur des Feuerwehrhauses“ 200 Mark und im darauf folgenden Jahr 1882 für „eine gleichheitliche Uniformierung der Feuerwehrmannschaft“ 199 Mark und 14 Pfennig aufgewendet. In einer weiteren Bekanntmachung vom Jahre 1886 wird unter anderen die FFW Harrling mit einem genehmigten Zuschuss von 30 Mark erwähnt, der zur Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen verwendet werden muß. Unter anderen heißt es in der Bekanntmachung „dass sie diese Zuschüsse gegen Übergabe vorschriftsmäßiger Quittung bei dem Distriktskassier Herrn Lukas dahier erheben können.  Kötzting den 22. Februar 1886  Königliches Bezirksamt  Ebner.“

Während des 1. Weltkrieges wurde im Jahr 1916 eine neue Handdruckspritze angeschafft. Lieferant war die Firma Anton Gugg aus Straubing.

Die Modernisierung machte auch vor der Harrlinger Feuerwehr nicht Halt. So beschloss der Gemeinderat von Harrling am 24. Juni 1927 den Ankauf der ersten Motorspritze. Geliefert wurde sie dann im Jahr 1930, wiederum von der Fa. Gugg aus Straubing.

Die ausrangierte Handdruckspritze von 1916 wurde damals wahrscheinlich in Dietersdorf stationiert. Laut Aussagen von Anwohnern stand in einem Schuppen am ,,Schützstadl" auf einem Wagen eine Feuerspritze, die noch mit 4 bis 6 Mann von Hand zu betätigen war.

Die alte Motorspritze aus dem Jahr 1930 wurde am 10. Dezember 1959 von der Fa. Gugg ,,wieder einmal" repariert und überholt, musste aber im nächsten Jahr schließlich ganz aus dem Dienst gezogen werden. Über die Anschaffung einer neuen Motorspritze kam man nicht hinweg. Bis zur Lieferung begnügte man sich mit einer Leihspritze der Nachbarwehr aus Zandt.

Am 3. Juni 1961 hatte die beschränkte Einsatzfähigkeit der Harrlinger Wehr ein Ende. Die von der Gemeinde Harrling gekaufte moderne TS 8/8 VW-Motorspritze für die Harrlinger Feuerwehr wurde geliefert. Zugleich wurde ein Anhänger mit den notwendigen Ausrüstungsgegenständen mitgeliefert, so dass jeder Traktor die Spritze befördern konnte. Neues Schlauchmaterial wurde ebenfalls gleich mitbestellt. Die gesamten Kosten hierfür betrugen damals über 9.000 DM. Lieferant war die Firma Paul Ludwig aus Bayreuth (Bild 11).




 

Im Jahr 1970 wurde zur schnelleren Einsatzfähigkeit der Wehr ein motorisiertes Löschauto vom Typ Ford- Transit gekauft. Die Motorspritzpumpe aus dam Jahr 1961 wurde in das neue Feuerwehrauto eingebaut (Bild 12).

Ein weiterer Meilenstein des technischen Fortschrittes war 1975 die Anschaffung eines Sprechfunkgerätes. Für die Harrlinger Wehr war das für damalige Verhältnisse eine große Investition, denn die Kosten betrugen 8.900 DM. Den größten Anteil trug zwar die Gemeinde, aber die Eigenbeteiligung schlug immerhin mit 4.000 DM zu Buche.

Als auch dieses Löschauto in die Jahre kam, wurde 1990 von der Gemeinde Zandt ein neues Fahrzeug bei der Firma Kilian bestellt. Am 16. Oktober 1991 holte eine Delegation der Freiwilligen Feuerwehr Harrling ein neues Löschauto vom Typ „Mercedes – Benz 310“ in Zwiesel ab. Da es noch nicht einsatzfähig war (die TS 8-Pumpe vom Typ ,,Magirus FIRE 1000" fehlte nämlich noch), wurde es zwischenzeitlich im alten Gerätehaus untergebracht. Die Tragkraftspritzenpumpe wurde dann Anfang 1992 nachgeliefert. Das ausgediente Fahrzeug wurde von der Gemeinde Zandt an die FFW Filke bei Neustadt a. d. Saale verkauft. Auch in den letzten Jahren wurde die Ausrüstung ständig erweitert (Hochdrucklöschgerät, Schlammsauger, Tauchpumpe, usw.).

Da das Löschauto an die Grenzen der Beladung kam, wurde im Juni 2007 ein neuer Geräteanhänger angeschafft und im Rahmen eines „Tag der offenen Tür“ durch Pfarrer Pater Johannes Nirappel geweiht (Bild 13).


 

FEUERWEHRHAUS

Als erstes Spritzenhaus diente wahrscheinlich das „Seelenhaus“ -  eine alte Friedhofskapelle die unterhalb der Friedhofsmauer angebaut war. Genauere Aufzeichnungen sind nicht mehr vorhanden (Bild 14).


Das alte Spritzenhaus genügte 1958 den Ansprüchen nicht mehr. So musste ein neues Gerätehaus mit Schlauchtrocknungsturm errichtet werden. Es wurde eine große Spendenaktion gestartet und die Bevölkerung von Harrling hat die Feuerwehr bei der Verwirklichung dieses Vorhabens mit Holz- und Geldspenden tatkräftig unterstützt.

Als Fertigstellungstermin des neuen Feuerwehrhauses ist der 6. Juli 1959 vermerkt. Im Oktober 1961 erhielt der Schlauchtrocknungsturm den letzten Anstrich und am 13. Juli 1963 schließlich wurde das Gerätehaus in Eigenleistung verputzt (Bild 15).


Die Jahre vergingen. Das vorhandene Gerätehaus wurde durch die Anschaffung mehrerer Gerätschaften zu klein. Am 23. Oktober 1985 wurde dann der erste Spatenstich für das neue Heim der Feuerwehrmänner gemacht. Der Rohbau entstand unter großer Beteiligung vieler freiwilliger Helfer. Bereits ein Jahr später, am 19. Dezember 1986, zog man mit sämtlichem Inventar in das nun fertige Feuerwehr- Gerätehaus um. Die kirchliche Einweihung folgte dann im Sommer 1987 durch Expositus Sebastian Berndl. Dazu richtete die Freiwillige Feuerwehr von Harrling am 20.und 21. Juni ein 2-tägiges Fest aus.

 AUSZEICHNUNGEN

·       Aus dem Amtsblatt Nr. 20 des „Königlichen Bezirksamt Kötzting“ vom 22. Mai 1914 ist ersichtlich, dass folgende Harrlinger Feuerwehrkameraden „den von höchster Stelle aus gestiftete Ehrenzeichen“ zu Teil wurde.

·       Breu Xaver, Häusler in Harrling

·       Eckl Xaver, Häusler in Riedhof

·       Obermeier Johann, Häusler in Harrling

·       Raab Georg, Schneider in Harrling

·       Seidnader Josef, Schuhmacher in Dietersdorf

·       Anlässlich des 60. Geburtstages unseres langjährigen Kommandanten und Schirmherrn der Fahrzeugweihe 1992, Ludwig Laumer aus Liebenau, wurde dieser am 15. August 1994 zum Ehrenkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Harrling ernannt.

·       Die 60. Geburtstage von Anton Hastreiter am 6. November 1997 und Ludwig Breu am 6. Dezember 1997, die jahrelang an der Führungsspitze der Harrlinger Feuerwehr gewirkt haben, waren Anlass, sie zum Ehrenvorstand bzw. Ehrenkommandanten zu ernennen.

·       Am 3. April 1998 wurde Anton Hastreiter eine besondere Ehre zuteil - in Kötzting wurde er für lang jährige Verdienste mit der ,,Bayerischen Ehrenmedaille" ausgezeichnet.

·       Diese Auszeichnung erhielten am 6. April 2001 ebenfalls unser lang jähriger Kommandant, Ehrenkommandant, Schirmherr und Ehrenschirmherr Ludwig Laumer.

·       Ebenso erhielt unser Ehrenkommandant Ludwig Breu am 12. April 2002 für große Verdienste im Feuerwehrwesen die Bayerische Ehrenmedaille.

·       Die vorerst letzte Ehrung dieser Art erhielt am 23. Februar 2007 unser ehemaliger 1. Vorstand Ferdinand Meier.

BRÄNDE & EINSÄTZE

  • Die erste große Bewährungsprobe für die noch junge Wehr folgte bereits zwei Jahre nach der Gründung. Vom zweiten großen Stadtbrand in Cham am 5. Oktober 1877 sind Unterlagen vorhanden, aus denen hervorgeht, dass unter den 36 Wehren aus der näheren und weiteren Umgebung, auch die Feuerwehr aus Harrling im Einsatz war.
  • Von einem weiteren Brandeinsatz im Jahre 1881 in Oberndorf  berichtet die „Inseraten- Beilage zum Bezirksamtsblatte Nr.24“ folgendes: „Der freiwilligen Feuerwehr Harrling sprechen wir hiermit für die werkthätige Beihilfe bei dem Brande dahier unseren tiefgefühltesten Dank aus. Oberndorf an 4. Mai 1881. Die Gemeindeverwaltung. Seizbauer, Bürgermeister.“
Auch in Harrling war der Beginn des 20. Jahrhunderts überschattet von großen Brandkatastrophen.
  • 01.10.1907: Brand des Anwesen der Gütlersleute Franz und Franziska Kouba in Harrling. Durch den Brand wurden das Wohnhaus, der Stadel und der Streuschuppen (alles befand sich unter einem Dach) eingeäschert.
  • 07.02.1908: Brand des Getreidestadels des Bauern Ferdinand Fleischmann und des Stadels mit Stallung des Gastwirts Xaver Fleischmann in Harrling.
  • 11.02.1908: In der Nacht brennt das Wohnhaus mit Stall und Stadel des Bauern Johann Vogl nieder. Das Feuer griff auch auf das Austragshaus des Gastwirtes Xaver Fleischmann über und vernichtet es vollständig. In diesem Austraghaus wohnte die Austragswitwe Anna Gmeinwieser, die in den Flammen umkam.
  • 1912: Nach Blitzschlag brennt ein Schuppen in Kagerhof ab.
  • 11.07.1913: Brand des Anwesens des Ökonomen Haimerl in Kühberg nach Blitzschlag. Durch diesen Brand wurde der Stadel vernichtet.
  • 15.08.1934: Brand des Raab- Stadel, später Gammer (Hölzl), in Liebenau
  • 1934: Brand des Lex-Stadel in Nasting
  • April 1937: An diesem Tag wurde die Scheune vom Oberhaimerl Hof in Kothrettenbach eingeäschert.
  • 29.06.1940: An einem sehr heißen Peterstag schlug der Feuerteufel in Harrling gleich zweimal zu. Das Anwesen von Hans Attenberger und der Unterwirtsstadel in Harrling wurden ein Raub der Flammen. Bei Attenberger wurden das Wohnhaus und die Scheune vernichtet. Der Schaden betrug hier 5.000 RM. Beim Anwesen Schollerer wurden der Stadel und ein Holzschuppen ein Raub der Flammen. Hier war der Schaden mit 10.000 bis 12.000 RM bedeutend größer.
  • 11.05.1956: Brand bei Pöschl (,,Siml-Stadel) in Dietersdorf
  • 29.11.1963: An diesem Tag brennen das Wohnhaus, der Stall und die Scheune beim ,,Unterhaimerl" in Kothrettenbach ab.
  • 23.09.1964: Ein Großbrand vernichtete den gesamten landwirtschaftlichen Betrieb der Laura DietI in Schatzberg (bewohnt wurde das Anwesen von der Familie Hielscher).
  • 01.01.1967: Am Neujahrstag gingen die Scheune und das Dach des Wohnhauses von Fanny Jobst in Flammen auf.
  • 01.07.1987: Am 1. Juli 1987 war für die Harrlinger Feuerwehr Großeinsatz angesagt. Im Laufe des Nachmittags brauten sich dunkle Gewitterwolken über unserem Gebiet zusammen, die dann gegen 16 Uhr ihre riesigen Wassermassen wolkenbruchartig über Harrling und Umgebung niedergehen liegen. Binnen weniger Minuten trat das Wasser des Freibads über den Beckenrand, Straßen wurden überflutet. Keller liefen voll und bei einigen Leuten reichte das Wasser sogar bis in die Wohnungen. Besonders schlimm erwischte es aber die Ortsteile Stegbach und Riedhof. Hier schwoll das kleine Bächlein innerhalb kurzer Zeit zu einem reißenden Fluss an, der alles mitnahm, was sich ihm in den Weg stellte. Die Straßenverbindung zwischen Harrling und Wolfersdorf war unterbrochen, da die Brücke in Stegbach weggeschwemmt wurde. In Riedhof wurden Straßen unterspült und sind teilweise weg gebrochen. Ein Auto wurde einige hundert Meter weit mitgerissen. Ein Wohnhaus stand bis zur Decke des Erdgeschosses unter Wasser. Es dauerte Wochen, bis die Unwetterschäden wieder einigermaßen beseitigt waren.
  • 13.12.1995: Das Wohnhaus von Rosa Janker aus Harrling brannte innen völlig aus und musste abgerissen werden.

Es sind hier nur die Einsätze in und um Harrling aufgeführt. Die Wehr war aber auch in den umliegenden Orten bei Bränden und Katastrophen im Einsatz.

 

JUGENFEUERWEHR

Die Jugendfeuerwehr wurde am 7. Juli 1980 gegründet. Unterstützt wurde dabei 2. Kdt. Ludwig Breu von den Jugendwarten Max Huber jun., Reinhard Hastreiter und Martin Laumer. Am 28.09.1980 nahmen die ersten Harrlinger „Jungfeuerwehrler“ am Wissenstest in Oberndorf teil. Die Abnahme der ersten Jugendleistungsabzeichen bei der FFW Harrling fand am 12.10.1980 statt. Beim Jugendwettbewerb in Kötzting im Juni 1981 nahmen bereit 2 Gruppen teil. An einer Abnahme, der Jugendleistungsspange in Thenried am 4.Juli 1987, nahm die Jungfeuerwehr zum ersten Mal teil. 

Erfolge der Harrlinger Jugendfeuerwehr:

21.09.2996     Teilnahme am Inspektions- Jugendwettbewerb in Kötzting     2. Platz
28.09.1996     Teilnahme am Landkreisentscheid in Geigant                         5. Platz
24.05.1997     Teilnahme am Oberpfalzentscheid in Neumarkt/Opf.             17. Platz
05.09.1998     Teilnahme am Inspektions- Jugendwettbewerb in Kötzting     3. u. 4. Platz
19.09.1998     Teilnahme am Landkreisentscheid in Chammünster                3. Platz
15.05.1999     Teilnahme am Oberpflzentscheid inSchwandorf                     5. Platz
12.06.1999     Teilnahme am Schlauchmarathon von Hohenfels nach Amberg    
16.09.2000     Teilnahme am Inspektions- Jugendwettbewerb in Kötzting      2. Platz
23.09.2000     Teilnahme am Landkreisentscheid in Roding                           1. Platz
26.05.2001     Teilnahme am Oberpfalzentscheid in Kötzting                         16. Platz
28.09.2002     Teilnahme am Inspektions- Jugendwettbewerb in Bad Kötzting    1. Platz
05.10.2002     Teilnahme am Landkreisentscheid in Furth im Wald                unbek.

In der Jugendfeuerwehr wurden bisher 18 Wissensteste mit 106 Teilnehmern durchgeführt. 
Die Jugendleistungsspange wurde von 7 Gruppen erfolgreich abgelegt. Am
Jugenleistungsabzeichen wurde 4x teilgenommen. Außerdem beteiligte man sich 
mit 24 Gruppen an 15 Jugendwettbewerben der Feuerwehrinspektion Bad Kötzting.
Dabei qualifizierte sich unsere Feuerwehrjugend 4x für den Landkreisentscheid und
3x für den Oberpfalzentscheid.

Stand: 06.07.2012








 


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